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Austrocknungsverhalten und Belegreife von Estrichen

Oftmals besteht der weit verbreitete Irrtum das Calciumsulfatfließestriche insbesondere als Heizestriche später belegreif sind wie Zementestriche.

Eine Studie der Fa. Schönox veröffentlicht in den Unterlagen des Schönox-Bauphysiksemiars (Seite 24-29) ergibt aber eindeutig eine andere Aussage.

Bei einem zB. 50 mm dicken Estrich auf einer Fussbodenheizung ergeben sich bei einem Zementestrich ca. 1/3 (20 Liter) mehr an freiem Wasser das verdunsten muß gegenüber dem Calciumsulfatestrich. Bei einem Calciumsulfatestrich werden ca. 50 % des freien Wassers im Erstarrungsprozess chemisch gebunden. Für die Verdunstung gelten dann gleiche Regeln an Raumklima, Ausgleichfeuchte u.a.

Ein weiterer Punkt der Beurteilung der Belegreife eines Estrichs auf Fussbodenheizung ist der Zeitpunkt des Trocken- und Spannungsfreiheizens des Estrichs.

Hier kann ein Calciumsulfatestrich 17 Tage früher aufgeheizt werden. Die Dauer des Heizens ist bei beiden Estrichen gleich.

Selbst teure Zusatzmittel in Zementestrichen schaffen keine wesentlich frühere Belegreife.

Denn:

Ein Estrich ist erst Belegreif wenn eine entsprechende Restfeuchte vorhanden ist und die Spannungsfreiheit durch den Aufheizvorgang gewährleistet ist.

Bei Fragen zu diesem Thema stehen wir Ihne gern für weitere Auskünfte zur Verfügung.